Review: Nevermind

Es gibt so Alben, bei denen sich alle einig sind, dass sie in jede Sammlung gehören. Nevermind von Nirvana ist definitiv so ein Album und das zu Recht. Meine Schwester hat mir das Album vor etwas mehr als zehn Jahren auf Vinyl geschenkt, zusammen mit einem Album von The Cramps und einem sehr guten Deutschrap-Sampler. Ich habe Nirvana natürlich schon vorher gehört, weil auf jeder Party entweder Smells Like Teen Spirit oder Come As You Are gespielt wurde. Was dieses Album so besonders macht, ist nicht nur das ikonische Cover, sondern auch, dass jedes Lied gut bis sehr gut ist, mit vielleicht einer Ausnahme. Der letzte Song, „Endless, Nameless“, ist entbehrlich. Aber man könnte ihn auch einfach als Outro sehen und entsprechend weglassen. Wie auch immer, alle anderen Songs sind unglaublich gut. Es sind so Hits oben wie Smells Like Teen Spirit, Come As You Are, In Bloom, Lithium, oder Poly. Ich habe ehrlich gesagt bei Nirvana nie wirklich viel Zeit oder Energie darauf verschwendet, zu verstehen, worum es in den Lyrics geht. Mir war immer schon klar, dass es bei Polly nicht um einen Papagei geht, aber bei so Zeilen wie „A mulatto, an albino A mosquito, my libido, yeah“ (Smells Like Teen Spirit) habe ich mich schon schwerer getan zu verstehen, worum es geht. Ich denke aber, in dem Fall ist es okay, weil Cobain selbst gesagt hat, dass viele der Texte kurzfristig und spontan entstanden sind. > Music comes first, lyrics come second. Nevermind ist definitiv eines meiner Lieblingsalben. Wenn ich drei Highlights aussuchen muss, ist es wirklich schwer, weil, wie gesagt, einfach jedes Lied sehr gut ist. Aber ich habe mich für Territorial Pissings entschieden, weil es einfach ein sehr kraftvolles In-Your-Face-Lied ist, Come as You Are, einfach wegen dieses legendären Riffs, und In Bloom.